Diabeteszentrum Hannover Süd MVZ

Zentrum für Diabetologie & Innere Medizin

Dr. Mehregan Araschmid - Dr. Inga Kläne-Menke - Dr. Silke Wolber - Dr. Jochen Meisner

Diabetes Kongress 2019

Vom 29. Mai – 01. Juni 2019 findet der diesjährige Diabetes Kongress in Berlin statt. Das Motto dieses Jahr ist: “Diabetes – nicht nur eine Typ-Frage”.

Die Ärzte des Diabeteszentrum Hannover Süd nehmen wieder an dem Kongress teil und werden wichtige Informationen, Neuerungen und Änderungen in der Therapie des Diabetes mitbringen und an unsere Patienten weitergeben.

GEBEN SIE DER GRIPPE EINE ABFUHR – LASSEN SIE SICH IMPFEN!

Liebe Patientin, lieber Patient,
mit Beginn der kalten Jahreszeit naht auch die Grippewelle. Den besten Schutz vor einer Erkrankung bietet die Impfung. Vor allem ältere, chronisch kranke und immungeschwächte Menschen sollten sich impfen lassen. Sie sind besonders gefährdet, sich mit dem Virus anzustecken.

KEIN HARMLOSER GRIPPALER INFEKT
Erst läuft die Nase, der Hals schmerzt, Kopf und Glieder tun weh. Einen normalen grippalen Infekt kennt jeder. Eine „echte“ Grippe, die saisonale Influenza, zum Glück nicht. Zwar sind ihre Symptome ähnlich, die Erkrankung verläuft häufig aber schwerer: Schlagartig treten hohes Fieber, heftige Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen auf, lebensbedrohliche Komplikationen wie eine Lungenentzündung sind möglich. Fast jedes Jahr gibt es mehrere tausend Grippe-Tote in Deutschland.

WICHTIGSTE SCHUTZMASSNAHME IST DIE IMPFUNG
Dass so viele Menschen an einer Grippe sterben, müsste nicht sein. Denn gegen die Influenzaviren gibt es eine Schutzimpfung. Die Ständige Impfkommission beim Robert Koch-Institut (STIKO) empfiehlt, sich vorzugsweise im Oktober oder November impfen zu lassen, um zu Beginn der Influenzawelle, die typischerweise erst nach dem Jahreswechsel auftritt, geschützt zu sein. Auch ein späterer Zeitpunkt ist möglich. Nach der Impfung dauert es etwa zwei Wochen, bis der Körper genügend Antikörper produziert hat, um gegen eine Influenzainfektion geschützt zu sein.

IMPFSTOFF IST GUT VERTRÄGLICH
Der Grippeimpfstoff ist gut verträglich. Gelegentlich kann es nach einer Impfung zu Rötungen oder einer Schwellung an der Einstichstelle kommen. In seltenen Fällen treten Symptome wie bei einer Erkältung auf, die in der Regel nach ein bis zwei Tagen abklingen. Sie sind ein positives Zeichen dafür, dass der Körper Abwehrkräfte mobilisiert.

ANTIBIOTIKA WIRKEN NICHT BEI GRIPPE
Antibiotika helfen bei Grippe übrigens nicht – sie sind gegen Viren wirkungslos. Kommt jedoch zu der Virusinfektion noch eine bakterielle Zweit-Infektion hinzu, kann diese eine Antibiotikabehandlung erforderlich machen.

WER SICH IMPFEN LASSEN SOLLTE
Die STIKO empfiehlt die Influenzaimpfung insbesondere für Personen, die bei einer Infektion mit den Grippeviren ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben. Zu diesen Risikogruppen gehören:

  • Personen über 60 Jahre
  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einem Grundleiden (z.B. chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten)
  • Personen mit schweren neurologischen Grundkrankheiten wie Multiple Sklerose
  • Personen mit einem geschwächten Immunsystem (z.B. HIV)
  • Schwangere
  • Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen

Außerdem sollten sich Menschen impfen lassen, die aus beruflichen Gründen viel Kontakt zu anderen Personen haben und sich dadurch schneller anstecken können. Dazu gehören medizinisches Personal sowie Menschen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr.

Wenn Sie zu einer der Risikogruppen zählen, übernimmt Ihre Krankenkasse die Kosten für die Impfung. Einige gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten auch für Versicherte, die nicht zu den Risikogruppen gehören. Sprechen Sie mit unseren Ärzten über die Impfung. Wir beraten Sie gerne.

PATIENTENVERFÜGUNG

Mit einer schriftlichen Patientenverfügung können Patientinnen und Patienten vorsorglich festlegen, dass bestimmte medizinische Maßnahmen durchzuführen oder zu unterlassen sind, falls sie nicht mehr selbst entscheiden können. Damit wird sichergestellt, dass der Patientenwille umgesetzt wird, auch wenn er in der aktuellen Situation nicht mehr geäußert werden kann.

Sie finden auf den Internetseiten Ihrer Krankenkasse weitere Informationen und Möglichkeiten Formulare herunterzuladen, z.B.mit GOOGLE unter:

Patientenverfügung AOK
Patientenverfügung BEK
Patientenverfügung DAK
Patientenverfügung TK

oder auch unter
Patientenverfügung Bundesministerium für Justiz

Auch die Ärztekammer Niedersachsen hat ein aktuelles YouTube Video für Sie zu diesem Thema bereitgestellt:

https://youtu.be/wTDCBmLyAg4

Sie können den Vordruck “Patientenverfügung” der Ärztekammer Niedersachsen hier direkt herunterladen und ausfüllen:

DOWNLOAD Patientenverfügung
DOWNLOAD Karte zur Patientenverfügung
DOWNLOAD Erläuterungen zur Patientenverfügung

Sie können uns aber auch jederzeit in der Praxis ansprechen.

Ihre Ärzte des Diabeteszentrum Hannover Süd MVZ

FAHRTAUGLICHKEIT BEI DIABETES

Bislang gab es in Deutschland keine anerkannten medizinisch-wissenschaftlichen Grundsätze zur Bewertung der Fahreignung bei Diabetes. Daher hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) eine Leitlinie formuliert:
Die meisten Diabetiker können Fahrzeuge der Gruppen 1 und 2 sicher führen, sowohl den Privat-PKW als auch beruflich einen Bus, Lastwagen oder Taxi.
Ein Fahrverbot sollten Ärzte dann aussprechen, wenn 2 oder mehr schwere Unterzuckerungen im Wachzustand pro Jahr auftreten.
Im Gegensatz zur Hypoglykämie haben hyperglykämische Blutglukosewerte nach der aktuellen Studienlage keinen nachweisbaren bedeutsamen Einfluss auf die Fahrsicherheit.
Eine vorübergehende Fahruntauglichkeit liegt in der Einstellungsphase auf Insulin vor – besonders, wenn es zu Beeinträchtigungen des Sehens kommt oder der Blutzucker stark schwankt.

MIT DIABETES IN DEN URLAUB

Damit der Urlaub zur schönsten Zeit des Jahres wird, will er gut geplant sein. Für den Urlaub mit Diabetes gilt dies ganz besonders, denn eine gute Vorbereitung kann so manche unliebsame Überraschung ersparen.

Diabetesbedarf, vor allem Blutzuckerteststreifen und Insulin, sollten in der doppelten Menge eingepackt werden – im Vergleich zu den Mengen, die man zu Hause braucht.

Insulin muss bei mindestens 2°C und darf höchstens bei 30°C gelagert werden. Wer in Länder mit hohen Temperaturen reist, sollte entsprechend vorsorgen. Zur Aufbewahrung des Insulins und Diabetesbedarfs gibt es spezielle Boxen und Taschen, die im Diabetes-Fachhandel und in Apotheken erhältlich sind.

Im Urlaub verhält man sich meist anders als zu Hause. Manche Menschen sind aktiver, dann benötigen sie weniger Insulin. Andere ruhen sich mehr aus als zu Hause, dann steigt ihr Insulinbedarf. Um Entgleisungen sowohl nach unten als auch nach oben zu vermeiden, sollte der Blutzucker zwischendurch öfter kontrolliert werden.

Menschen mit Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für Infektionen, insbesondere für Grippe, Pneumonie und Tuberkulose. Sie sollten sich daher unbedingt bei ihrem Arzt informieren, welche Impfungen für ihr Reiseland empfohlen werden.

Welche Medikamente darüber hinaus in den Urlaubskoffer gehören, hängt auch vom Reiseland ab. In Gegenden mit schlechter medizinischer Infrastruktur könne es z.B. ratsam sein, ein Wunddesinfektionsmittel zur Behandlung von Fußwunden und Blasen sowie ein Antibiotikum für den Fall einer Infektion mitzunehmen.

Ärger an Zoll- und Grenzkontrollen erspart man sich mit einer ärztlichen Bescheinigung über die Notwendigkeit, dass Insulin und Diabetesbedarf mitführt werden müssen. Eine solche Bescheinigung bekommen Sie von Ihrem Arzt. Auch ein mehrsprachiger Diabetikerausweis kann hilfreich sein.

Wir wünschen Ihnen einen erholsamen Urlaub.

Wir bieten Ihnen Orientierung in Gesundheitsfragen

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